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Leben

In diesem Spiel geht es nicht darum, der beste zu sein, sondern darum, zu leben.

Wer meine Stories und Posts verfolgt, der weiß, dass ich diesen Sommer in Thailand war. Schon dort wusste ich, dass Deutschland nicht das Land ist, in dem ich leben will. Und doch zog es mich wieder hierher. Das gleiche war schon mal geschehen, als ich mit dem Fahrrad nach Schweden gefahren war. Auch dort war ich in Stockholm und dachte mir: Warum zurück gehen? Von hier an bin ich frei. Und doch rief mich etwas zurück.

Dieses mal war es das gleiche gewesen. Ich versuche zu verstehen, was es war. Bilde ich es mir nur ein und war ich einfach nicht konsequent genug? Bin nicht mit dem in Verbindung geblieben was ich wirklich wollte?

Ich weiß nur, dass sich hier alles wie einziger Kampf anfühlt. Hier geht es darum, viel Geld zu verdienen und sich möglichst früh Sicherheiten zu schaffen. Projiziere ich? Sehe ich nur das Schlechte hier?

Nein. Ich habe lang genug abgewogen und reflektiert. Und wenn ich einfach nach meinem Gefühl gehe. Ohne zu überlegen wie ich dort hinkomme und wie ich dort bleiben kann, dann sagt mir jede Faser meines Körpers, dass ich in einem anderen Land besser aufgehoben bin.

Mittlerweile habe ich täglich Visionen von bestimmten Orten oder Aktivitäten. Am stärksten sind dabei Neuseeland, Australien und die USA. Mit allen 3 Ländern hatte ich mich so stark verbunden gefühlt, als ich dort war.

Die Mentalität gefiel mir. In Australien und Neuseeland sind die Leute mehr “Laid Back”, sie verstehen es das Leben zu genießen. “No Worries” wird auf “Sorry” geantwortet.

An den USA gefällt mir die “No Limits” Attitüde, schon als ich Wach Auf betrieb,

Ist das Flucht was ich hier mache? Vielleicht. Ich denke nein. Es ist Selbstliebe. Ich folge meinem Herzen. Spüre mein Herz. Weiß, wo es mich hin ruft. Gehe ins Unbekannte.

Ich Liebe mich selbst und deswegen finde ich den Ort für mich, in dem ich gedeihen kann. Der sich “wie Zuhause” anfühlt. Deutschland fühlt sich wie ein altes Paar Schuhe an.

Ich darf das. Ich darf meinem Herzensruf folgen. Niemand hat mich wirklich von außen abgehalten. Immer war ich es selbst, der anstatt einfach mutig ins Abenteuer zu springen abgewägt hat, abgewartet, bis der Wurm drin und die Energie draußen war.

Das ist jetzt vorbei. ich liebe mich. Ich liebe auch meine Familie. Aber wem nütze ich, wenn ich nicht glücklich bin? Wenn ich das Gefühl habe, etwas scheint mich zu erdrücken, jedes Mal wenn ich von einem anderen Land zurück nach Deutschland komme.

Ich bin jung. Ich darf ausprobieren. Ich darf Erfahrungen sammeln. Ich muss nicht studieren oder eine Ausbildung machen, sondern einfach der Freude folgen. So simpel, und doch nicht immer einfach.

Sterben

Ich bin abgedriftet. Habe mich vor diesem Absatz noch einmal kurz hingelegt und sinken lassen.

Worum geht es mir wirklich? Mir geht es darum zu sterben und neu wieder geboren zu werden. Diese kleinen Grenzen die ich mir gebaut habe sind zu klein geworden. Ich kann das wahre Leben fühlen, ich kann es schmecken, ich suche nur noch immer nach einer Tür. Habe das Gefühl, dass es mir leichter fällt, alles was ich als “ich“ angesehen habe, loszulassen, wenn ich fern von den Menschen bin, die mir bekannt sind.

Ein kompletter und radikaler Neuanfang. Eine Neugeburt. Ich darf auswählen, wie und wo sich diese Neugeburt abspielt, vielleicht hier und jetzt.

Wenn ich die Augen schließe, sehe ich Thailand und den Strand dort, sehe ich Neuseeland und das Fjordland dort. Es gibt so viele wunderschöne Orte zu entdecken.

Ich habe gerade noch mal die Augen geschlossen. Viele Momente aus der Vergangenheit und auch aus Träumen kommen in mein Bewusstsein, teilweise gleichzeitig. So z.B. ein Traum den ich hatte, in dem ich im Tannenbusch war. Dort war ich auch im Waldkindergarten. Träume und Erinnerungen vermischen sich. Vlt. ein und das gleiche. Die Blue Mountains in Australien. Im Van reisen. Wow. Das war eine schöne Erfahrung. Thailand. Oben in Pai. Schöner Hippie-Vibe und Cafés mit Mushroom-Shakes 😉 Wieder Neuseeland. Im Van unterwegs. Eberswalde. Was mache ich mit diesen ganzen Visionen? Einfach da sein lassen? Einer einfach folgen und an den Ort gehen, an dem sie sich abspielt? Muss es eine bestimmte Reihenfolge haben?

Ich bin gerade von der Couch aufgestanden und schreibe an meinem Stehtisch. Meine Unterschenkel und Füße sind wie aus Eis. Angst zeigt sich dort. Angst wovor eigentlich? Dass ich mich entscheide? Dass ich endlich anfange zu leben? Dass ich mich den Lebenserfahrungen hingebe, die mir das Leben täglich schenken will? Warum habe ich davor Angst? Weil es eine Welt jenseits des Verstandes ist. Weil ich dort nicht sicher bin. Weil die Welt jenseits des Kopfes gefährlich sein kann.

Na und? Lieber gefährlich leben als gar nicht. Lieber arm sein und auf der Straße schlafen, anstatt sich Dinge anzuhäufen und im Komfort zu versinken.

Ok. Entscheidung. New Zealand it is. Ich verkaufe meine Sachen und ziehe los. Wann? Mal schauen. No stress. Life is good and is there to be enjoyed. Ohne Sicherheitsnetz.